Police et image en dialogue

mer. 27 Fev. - ven. 26 Avr.
09h00-17h00
à 16 KM
Centre national de littérature (CNL) - Lëtzebuerger Literaturarchiv
  • livre
  • lecture

Schrift und Bild im Dialog - über Literatur und Bildkünste in Luxemburg

Die vielfältigen Verhältnisse zwischen Bildkünste und Dichtkunst sind in der europäischen Literatur- und Kunstgeschichte lange Zeit als Wettstreit der Künste beschrieben worden. Die Avantgarde-Bewegungen um 1900 hatten nicht nur eine Emanzipation dieser Verhältnisse zur Folge, sondern führten auch zu spannenden und überraschenden Formen der gegenseitigen Befruchtung, durch die Schrift und Bild nebeneinander bestanden. Während Schrift und Bild zunächst in formalexperimentellen Gebilden zueinander in Beziehung gesetzt wurden, folgte, insbesondere mit den Bildgeschichten und dem Comic, eine als selbstverständlich wahrgenommene Form des Miteinanders.

Das 20. Jahrhundert in Luxemburg ist reich an Kooperationen zwischen Künstlern und Schriftstellern und an Schrift-Bild-Gebilden. Die Ausstellung „Schrift und Bild im Dialog. Über Literatur und Bildkünste in Luxemburg“ will an einzelnen Beispielen die Varietät von möglichen Schrift-Bild-Beziehungen illustrieren.

Gezeigt wird die Buchkunst am Beispiel des Druckers und Typografen Jean Vodaine aus Lothringen, der eine besondere Beziehung zu Luxemburg hatte, insofern er 1962 u.a. mit Edmond Dune die für Typografie und Poesie bedeutsame Zeitschrift „Dire“ gründete. Zu den bedeutenden Galerie-Verlagen gehört jener von André Simoncini, der seit 1985 in bibliophilen Ausgaben Schriftsteller mit Künstlern in Verbindung zueinander setzt. Zeichner illustrieren nicht selten Buchausgaben und erzählen in Zeichnungen, Cartoons und Karikaturen eigene Geschichten. Wir erinnern in diesem Kontext an François Didier, genannt diti. Die Kunstgeschichte ist überdies reich an Beispielen von Künstlern, die sich von der Literatur inspirieren lassen. Théo Kerg arbeitete nicht nur mit französischen Schriftstellern zusammen und illustrierte literarische Werke, etwa von Paul Éluard, sondern integrierte vor allem Gedichte, wie die von Pierre Garnier, in seine taktilistischen Kunstwerke. Die Literaturgeschichte kennt zudem manche Doppelbegabungen: Schriftsteller, die ebenfalls anderweitig künstlerisch tätig sind. Wir zeigen Werke u.a. von Jean Back, Jean-Paul Jacobs, Georges Hausemer und Lambert Schlechter.


Centre national de littérature (CNL) - Lëtzebuerger Literaturarchiv

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7565 Luxembourg 2 Rue Emmanuel Servais, 7565 Mersch, Luxembourg

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  • 2019-02-27 09:00:00 2019-04-26 17:00:00 Europe/Paris Police et image en dialogue Schrift und Bild im Dialog - über Literatur und Bildkünste in Luxemburg Die vielfältigen Verhältnisse zwischen Bildkünste und Dichtkunst sind in der europäischen Literatur- und Kunstgeschichte lange Zeit als Wettstreit der Künste beschrieben worden. Die Avantgarde-Bewegungen um 1900 hatten nicht nur eine Emanzipation dieser Verhältnisse zur Folge, sondern führten auch zu spannenden und überraschenden Formen der gegenseitigen Befruchtung, durch die Schrift und Bild nebeneinander bestanden. Während Schrift und Bild zunächst in formalexperimentellen Gebilden zueinander in Beziehung gesetzt wurden, folgte, insbesondere mit den Bildgeschichten und dem Comic, eine als selbstverständlich wahrgenommene Form des Miteinanders. Das 20. Jahrhundert in Luxemburg ist reich an Kooperationen zwischen Künstlern und Schriftstellern und an Schrift-Bild-Gebilden. Die Ausstellung „Schrift und Bild im Dialog. Über Literatur und Bildkünste in Luxemburg“ will an einzelnen Beispielen die Varietät von möglichen Schrift-Bild-Beziehungen illustrieren. Gezeigt wird die Buchkunst am Beispiel des Druckers und Typografen Jean Vodaine aus Lothringen, der eine besondere Beziehung zu Luxemburg hatte, insofern er 1962 u.a. mit Edmond Dune die für Typografie und Poesie bedeutsame Zeitschrift „Dire“ gründete. Zu den bedeutenden Galerie-Verlagen gehört jener von André Simoncini, der seit 1985 in bibliophilen Ausgaben Schriftsteller mit Künstlern in Verbindung zueinander setzt. Zeichner illustrieren nicht selten Buchausgaben und erzählen in Zeichnungen, Cartoons und Karikaturen eigene Geschichten. Wir erinnern in diesem Kontext an François Didier, genannt diti. Die Kunstgeschichte ist überdies reich an Beispielen von Künstlern, die sich von der Literatur inspirieren lassen. Théo Kerg arbeitete nicht nur mit französischen Schriftstellern zusammen und illustrierte literarische Werke, etwa von Paul Éluard, sondern integrierte vor allem Gedichte, wie die von Pierre Garnier, in seine taktilistischen Kunstwerke. Die Literaturgeschichte kennt zudem manche Doppelbegabungen: Schriftsteller, die ebenfalls anderweitig künstlerisch tätig sind. Wir zeigen Werke u.a. von Jean Back, Jean-Paul Jacobs, Georges Hausemer und Lambert Schlechter. 2 Rue Emmanuel Servais, 7565 Mersch, Luxembourg Centre national de littérature (CNL) - Lëtzebuerger Literaturarchiv
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